Rettungswachen

Die Gebäude der Rettungswachen sind speziell für den Rettungsdienst eingerichtet. Hier befindet sich die Basis einer bestimmten Anzahl von Rettungstransportwagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) oder auch Krankentransportwagen (KTW) und ihrer Besatzungen. Neben Aufenthalts- und Ruheräumen, Reinigungs-, Kommunikations- und Sanitäreinrichtungen sind die Rettungsfahrzeuge angestellt und können ihre Einsatzbereitschaft nach dem Einrücken wiederherstellen.

Um die in Sachsen gültige Hilfsfrist einhalten zu können, sind die Rettungswachen netzförmig über die Fläche des Freistaates Sachsen verteilt. Der Standort einer Rettungswache wird nach der jeweiligen landesrechtlichen Verordnung (Rettungsdienstgesetz bzw. Landesrettungsdienstplanverordnung) durch die Kommunalverwaltung festegelegt und permanent überprüft. Da sich Anzahl und Standorte der Rettungswachen nach der Zeit richten, in welcher ein Rettungswagen am Einsatzort eintreffen muss (Hilfsfrist), werden bei häufiger Nichteinhaltung der Hilfsfrist vom Träger des Rettungsdienstes geeignete Maßnahmen veranlasst (z.B. Stationierung zusätzlicher Rettungsmittel/zeitweise an effektivieren Standorten/ggf. Betrieb einer weiteren Rettungswache.

 

Lehrrettungswachen

Lehrrettungswachen sind staatlich anerkannte Rettungswachen für die praktische Ausbildung von zukünftigen Rettungsdienstpersonal. Die theoretísche Ausbildung erfolgt an einer Berufsfachschule für den Rettungsdienst und wird ergänzt durch Praktika in geeigneten Kliniken. Die Auszubildenden beim ASB werden durch qualifizierte Praxisanleiter betreut und erlernen so die praktische Tätigkeit und die speziellen Abläufe im Rettungsdienst.

 

Weitere Aufgaben im Rettungsdienst

Zu den weiteren Aufgaben im Rettungsdienst gehören neben der Notfallvorsorge auch der qualifizierte Krankentransport, boden- und luftgebundene Intensivtransporte, der Interhospitaltransfer sowie der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst. Ergänzt werden die professionellen Rettungseinsätze durch freiwillige First Responder-Systeme.